STEEP™ als wirksame Prävention.
Als Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe suchen Sie nach Interventionen, die nicht nur kurzfristig entlasten, sondern die Eltern-Kind-Beziehung nachhaltig stabilisieren. Das STEEP™-Programm sowie die gesamte darauf basierende Angebotspalette bietet eine wissenschaftlich fundierte Antwort auf die komplexen Herausforderungen hoch belasteter Familien.
WIEGE — dt. STEEP™-Evaluierung
Wissenschaftliche Begleitforschung zum STEEP™-Programm im deutschsprachigen Raum.
Elterliche Feinfühligkeit
Bindungssicherheit des Kindes
Stressregulation im System
Elterliches Belastungserleben
Eine wissenschaftlich fundierte Antwort auf komplexe Familiensysteme.
Die Phase von 0 bis 3 Jahren entscheidet über zentrale Schutz- und Resilienzfaktoren — und ist gleichzeitig die Lebensphase, in der präventive Intervention die höchste Wirkungsdichte entfaltet. Die folgenden vier Argumente zeigen, warum STEEP™ für Ihre Klientensysteme die methodisch belastbare Wahl ist.
Warum STEEP™ für Ihre Klientensysteme?
Evidenzbasierte Prävention
Das Programm basiert auf der renommierten Minnesota-Längsschnittstudie und ist als wirksame Frühintervention evaluiert.
Internationale EvidenzbasisLangfristige Begleitung
Die Betreuung beginnt idealerweise im 3. Trimester der Schwangerschaft und reicht (mindestens) bis zum 2. Geburtstag des Kindes, um kritische Entwicklungsfenster optimal zu nutzen.
Kontinuum statt EpisodeFokus auf Bindungssicherheit
Ziel ist der Aufbau einer organisierten und im besten Fall sicheren Bindung, die als zentraler Schutzfaktor für die psychische Gesundheit und Resilienz des Kindes gilt.
Schutzfaktor & ResilienzMethodenvielfalt
Durch die Kombination aus aufsuchenden Hausbesuchen, videogestützter Beratung (Seeing Is Believing*) und Gruppentreffen werden unterschiedliche Lernebenen aktiviert.
Hausbesuch · Video · GruppeZielgruppe und Indikation.
STEEP™ ist speziell für Familien konzipiert, bei denen eine Kumulation von Risikofaktoren vorliegt:
- Minderjährige oder sehr junge Elternschaft.
- Psychische Labilität oder Erkrankungen der Bezugspersonen.
- Kognitive Einschränkungen (hier erweist sich die Videoarbeit als besonders effektiv).
- Prekäre Lebensumstände und drohende Armut.
Kontraindikation: Bei schwerem, unbehandeltem Suchtmittelmissbrauch oder schweren geistigen Beeinträchtigungen ist das Programm nicht indiziert.
Sprechen Sie uns für eine fachliche Einschätzung und Programmindikation an.
Wie wirkt STEEP™ — die Interventionsebenen.
STEEP™ entfaltet seine Wirksamkeit auf fünf ineinandergreifenden Ebenen. Die Beziehungsebene ist der Ausgangspunkt — Repräsentations- und Verhaltensebene werden gemeinsam bearbeitet — soziale Unterstützung und Wissensvermittlung schließen den Rahmen.
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Ebene
Beziehungsebene / helfende Beziehung
Die Fähigkeit, ein zuverlässiges Arbeitsbündnis aufzubauen und aufrechtzuerhalten.
Die Voraussetzung für die Effektivität einer Frühintervention in (hoch) belasteten Familien ist die Fähigkeit ein zuverlässiges Arbeitsbündnis aufzubauen und aufrechtzuerhalten.
Der Aufbau einer tragfähigen Beziehung zur Mutter* ist somit zentraler Bestandteil und insofern therapeutischer Art, weil es den Weg zu neuen Denkweisen und einer neuen Wahrnehmung des eigenen Selbst, anderer Menschen und Beziehungen ebnet und zu neuen internen Arbeitsmodellen führt (earned secure).
* Der Begriff schließt alle primären Bezugspersonen ein. -
Ebene
Repräsentationsebene
Bindungsmodelle der Eltern werden in ihrer Auswirkung auf den konkreten Umgang mit dem Kind aufgespürt.
Bindungsmodelle der Eltern, die meist aus ihrer eigenen Kindheit stammen und die Beziehung zu ihren Kindern steuern, werden in ihrer Auswirkung auf den konkreten Umgang mit dem Kind aufgespürt und zum Thema der Intervention.
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Ebene
Verhaltens-/ Interaktionsebene
Videosequenzen von Alltagssituationen werden mittels „SIB® – Seeing Is Believing®" gemeinsam bearbeitet.
Über den gesamten Betreuungszeitraum werden Videosequenzen von Alltagssituationen aufgenommen und mittels der zentralen Interventionsmethode „SIB® – Seeing Is Believing®" gemeinsam bearbeitet.
Ziel ist es, mittels unterschiedlicher Strategien, die Spaltung der Repräsentationsebene und der Verhaltensebene bei den Eltern aufzubrechen und die beiden Ebenen in Zusammenhang zu setzen.
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Ebene
Soziale Unterstützung
Das zentrale Element ist das Gruppenangebot.
Das zentrale Element ist das Gruppenangebot, mit dem Ziel, sozialer Isolation der Familien entgegenzuwirken, ihnen ein soziales Netzwerk zur Verfügung zu stellen und einen unterstützenden Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten zu ermöglichen.
Sollte die Umsetzung einer Gruppe nicht möglich sein, wird versucht, die Familie an bestehende Angebote anzudocken.
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Ebene
Wissensvermittlung
Vermittlung/Thematisierung wichtiger kindlicher Entwicklungsschritte.
Ein weiteres wichtiges Element stellt die Vermittlung/Thematisierung wichtiger kindlicher Entwicklungsschritte dar, da dieses Wissen seitens der Eltern Stress aus der Eltern-Kind-Beziehung nehmen kann.
Das Programm startet im besten Fall bereits während des letzten Drittels der Schwangerschaft, in jedem Fall aber in den ersten 3 Lebensmonaten des Kindes. Ist dies nicht möglich, besteht die Möglichkeit einer STEEP™-basierten Unterstützung bzw. Begleitung.
Das STEEP™-Programm und seine basierten Angebote.
STEEP™-Programm
Kern des Programms sind die aufsuchenden Hausbesuche bei der Familie: In der vertrauten Umgebung wird die tragfähige Arbeitsbeziehung aufgebaut, videogestützt mit „Seeing is Believing®" an der Feinfühligkeit gearbeitet und das elterliche Bindungsverhalten im Alltag begleitet. Im 14-tägigen Wechsel ergänzt das Gruppenangebot diese Einzelarbeit.
STEEP™-basierte Angebote
STEEP™-basierte Angebote richten sich an alle Bedürfnisse und Fragestellungen rund um die Themen Bindung/Feinfühligkeit in der frühen Kindheit. Das jeweilige Unterstützungssetting wird dabei individuell an den Bedarf angepasst, wobei der Fokus sowohl auf der Stärkung und/oder Einschätzung der Feinfühligkeit der Bezugsperson als auch den bereits sichtbaren Bindungsverhaltensweisen des Kindes liegt.
Beispiele- gezieltes Feinfühligkeitstraining für Bezugspersonen anhand der Methode „Seeing is believing®"
- bindungsbasierte Begleitung von Übergängen (Pflege- und Adoptiveltern bspw. beim Kennenlernen; beim Übergang von Krisenpflegeplatz auf Dauerpflegeplatz; Rückführungen; Start in die außerfamiliäre Betreuung – Kinderkrippen, Tagesmütter, etc.)
- fachlich fundierte Einschätzung der Feinfühligkeit der Bezugsperson im Rahmen von Abklärungen, Diagnostiken; als Zusatz-Expertise bei der Erstellung von Gutachten; etc.
- Sichtbarmachen bisheriger Beziehungserfahrungen anhand der Beobachtung der Bindungsverhaltensweisen des Kindes, als Grundlage für weitere Unterstützungsmöglichkeiten
Eine passgenaue Unterstützung für Ihre Klientensysteme. Sprechen Sie uns für eine fachliche Einschätzung und Programmindikation an.
Mag.a Christina Hirschmann — Fachbereichsleitung frühkindliche Bindung